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PASTORIN
Claudia Kurrelvink
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Reif für die Insel

Reif für die Insel

 Gemeindefreizeit auf Baltrum vom 20. - 26. Mai 2015 Reif für die Insel fühlten sich viele der Teilnehmer der Gemeindefreizeit auf Baltrum, die über Pfingsten stattfand. So oder so ähnlich lauteten bei der ersten Kennenlernrunde die Antworten auf die Frage, warum man sich zu dieser von Pastorin Kurrelvink und Ehepaar Scherger organisierten Fahrt angemeldet hatte. Daneben wurden als weitere Gründe geäußert: der Wunsch nach Gemeinschaft auch außerhalb der Kirchen- und Gemeindehauswände, nach besserem gegenseitigen Kennenlernen, nach Wind und Weite, nach Sonne und Strand, nach Nicht-Kochen-Müssen, nach Atemholen und BeGEISTerung (es war ja schließlich Pfingsten!). Also machten sich 32(?) Gemeindeglieder aus Larrelt im Alter von 5 bis 75 Jahren auf den Weg nach Baltrum, der kleinsten der 7 ostfriesischen Inseln, die ihren Namen zu Recht trägt, weil man selbst zu Fuß „bald rum“ ist. Die kurze Überfahrt verbrachten wir natürlich an Deck, damit wir die Seehunde besser sehen konnten, die sich fast zum Greifen nah auf einer Sandbank in der Spätnachmittagssonne räkelten. Nach einem kurzen Spaziergang vom Hafen zur Unterkunft, der „Sonnenhütte“, wurden wir dort vom Leiter dieses christlichen Gästehaus herzlich empfangen. Unser Gepäck hatten wir in Neßmersiel bereits in einen Container gepackt, und dieser wurde dann freundlicherweise zur „Sonnenhütte“ gebracht. Während Baltrum - wie gesagt - einen passenden Namen hat, trifft das Wort „Hütte“ überhaupt nicht zu. „Sonne“, ja, innen und an diesen Pfingsttagen auch außen, aber als „Hütte“ kann man dieses Haus wirklich nicht bezeichnen. Unter www.sonnenhuette.de kann man sich im Internet selbst davon überzeugen. Durch umfangreiche An- und Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen hat sich das ursprüngliche Haus so verändert, dass es sich heute als modern ausgestattetes und ansprechend gestaltetes christliches Gästehaus mit Hotelcharakter präsentiert. Die Lage im Westend direkt hinter dem Deich ermöglicht zu drei Seiten einen wunderschönen Blick auf das Meer. Die komfortablen Zimmer verfügen über Balkons, die wir wegen des guten Wetters auch nutzen konnten. Der Speisesaal ist lichtdurchflutet, und das Essen war dank des immer gut gelaunten Kochs und seines Teams ausgesprochen vielseitig und ausgesprochen lecker. Die Tage auf Baltrum begannen jeweils mit einer kurzen Morgenandacht und einem großartigen Frühstück, so dass wir sowohl geistig wie körperlich für den Tag gewappnet waren. Besonders „gewappnet“ fühlten sich einige unserer Teilnehmer, die die anschließende Wattwanderung barfuß antraten (so warm war die Nordsee nun wirklich nicht!). Unter der fachkundigen Leitung einer Meeresbiologin lernten wir, wie wichtig besonders die winzigen Lebewesen in Schlick und Wasser für das ausgeklügelte Ökosystem Wattenmeer sind. Wer noch mehr über Wattwurm und Co. erfahren wollte, konnte sich danach im Nationalpark-Haus schlau machen. Der Pfingstgottesdienst am Sonntag fand in der Sonnenhütte statt, da praktischerweise Frau Kurrelvink als Pastorin und die Familien Scherger und Trinkner als Lobpreisband zu unserer Gruppe gehörten. Für den Nachmittag hatten Schergers eine Piraten-Schatz-Suche-Baltrum-Rallye vorbereitet, die nicht nur den mit den entsprechenden Piratenaccessoires wie Augenklappen und Tüchern ausgestatteten Kindern großen Spaß machte, sondern auch den Erwachsenen Orientierungssinn und Spitzfindigkeit beim Beantworten der Fragen abverlangte. Aber auf diese Weise lernten wir die bunte Vielfalt der Insel kennen, die nicht nur aus Strand und Dünen besteht, sondern ein romantisches Wäldchen, einen schön angelegten Rosengarten, eine sehr alte, eine alte und eine ganz moderne Kirche, eine Aussichtsdüne mit atemberaubender Sicht und einen netten Spielplatz hat. Nach einer kleinen Stärkung und Entzifferung der Schatzkarte konnten die Kinder den Schatz am Strand finden und ausgraben. Jubel!!! Immer noch inspiriert von dem abenteuerlichen Nachmittag gab es abends Piratenwürstchen und –steaks vom Grill und ein zünftiges Lagerfeuer mit einer Gute-Nacht Geschichte. Am Pfingstmontag besuchten wir den Familiengottesdienst in der Inselkirche, der gleich von zwei Pastorinnen gestaltet wurde. Die temperamentvolle Inselpastorin erklärte nicht nur anhand von „gebeamten“ Bildern anschaulich die Pfingstgeschichte, sondern verabschiedete die Gastpastorin, die die Predigt hielt und die einige Wochen ihre Kollegin auf der Insel unterstützt hatte. Da wir uns durch die Insel-Rallye nun bestens auskannten, konnten wir den herrlichen Nachmittag am Strand, im urigen Café Kluntje, beim Eisessen, beim Seele-Baumeln-Lassen oder beim Strandgutsammeln genießen. Dieses Strandgut, das dank der stürmischen Tage vor Pfingsten reichlich zu finden war, brauchten wir nämlich am Montagabend für unsere Strandcollagen. Mit Gips, Kleister und Acrylfarben gestalteten hauptsächlich die Frauen und Kinder Leinwände und Spiegel und verwandelten diese mit Muscheln, Sand und kleinem Treibholz in maritime Unikate, während sich die Männer einen Film über das Leben von Dietrich Bonhoeffer ansahen. Es gab eben für jeden etwas! Nach dem Mittagessen am Dienstag bestieg eine zufriedene, an Leib und Seele gestärkte und beGEISTerte Larrelter Gruppe das Schiff nach Neßmersiel. Wäre dieser Bericht eine Filmkritik, würde man sagen:“ Daumen hoch“!, aber tatsächlich fiel das Fazit übereinstimmend aus: besonders empfehlenswert und unbedingt zu wiederholen

 

Die Inselgänger

 

 

 

 

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